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Thema 04 von 05

Krankenhäuser und Pflege erhalten!

Als gelernter Kaufmann im Gesundheitswesen und Aufsichtsrat weiß ich, wie viel an einem wohnortnahen Krankenhaus hängt.

Wenn in Merseburg oder Querfurt jemand nachts einen Herzinfarkt erleidet, entscheidet die Entfernung zur nächsten Notaufnahme. Ich habe den Beruf des Kaufmanns im Gesundheitswesen gelernt und sitze im Aufsichtsrat des Carl-von-Basedow-Klinikums — deshalb ist mir das Thema keine Statistik, sondern Alltag. Für mich gehört die medizinische Versorgung genauso zur Daseinsvorsorge wie Schule, Feuerwehr und Straße.

Krankenhausstandorte in der Fläche sind Daseinsvorsorge

Sachsen-Anhalt ist ein Flächenland. Zwischen Merseburg, Querfurt und Braunsbedra liegen Wege, die im Notfall über sehr viel entscheiden. Wenn Abteilungen zusammengelegt und Standorte ausgedünnt werden, verlängert sich für die Menschen auf dem Land jede Fahrt zur Behandlung. Aus meiner Sicht darf die Erreichbarkeit eines Krankenhauses nicht davon abhängen, ob jemand in einer Großstadt wohnt oder in einem Dorf im Saalekreis.

Ich will, dass die Standorte des Carl-von-Basedow-Klinikums als Ganzes gedacht werden und nicht Stück für Stück zur Disposition stehen. Dazu gehört aus meiner Sicht eine Krankenhausfinanzierung, die kleinere Häuser in der Fläche nicht bestraft, weil sie weniger Fälle abrechnen als große Zentren. Vorhaltung kostet Geld — aber sie ist genau das, was eine Region im Ernstfall trägt. Diese Leistung muss das Land anerkennen und absichern.

Notfallversorgung und Geburtshilfe gehören vor Ort

Notfallmedizin lebt von Minuten. Wer einen Schlaganfall oder einen schweren Unfall hat, braucht schnelle Hilfe und keine lange Fahrt über Land. Ich setze mich dafür ein, dass die Notfallversorgung im Saalekreis erreichbar bleibt und Rettungsdienst und Kliniken so zusammenspielen, dass niemand zwischen zwei Zuständigkeiten wartet. Erreichbarkeit ist für mich der Maßstab, an dem sich jede Reform messen lassen muss.

Genauso wichtig ist mir die Geburtshilfe. Wenn junge Familien für die Geburt ihres Kindes weit fahren müssen, ist das nicht nur unbequem, sondern ein Grund, warum Menschen wegziehen und nicht zurückkommen. Eine Region wie unsere zwischen Leuna, Bad Dürrenberg und dem Geiseltalsee bleibt nur lebendig, wenn Familien hier alles finden, was sie brauchen. Deshalb will ich, dass Geburtshilfe wohnortnah möglich bleibt und nicht als erstes wegrationalisiert wird.

Pflege braucht Entlastung, Anerkennung und Perspektive

Kein Krankenhaus funktioniert ohne die Menschen, die darin arbeiten. Pflegekräfte tragen Schichtdienst, Verantwortung und einen erheblichen Teil der Dokumentation — und sie verlassen den Beruf, wenn die Belastung dauerhaft zu hoch bleibt. Ich will, dass Pflege wieder ein Beruf wird, in dem man alt werden kann: mit verlässlichen Dienstplänen, planbarer Freizeit und einer Bezahlung, die der Verantwortung entspricht.

Dazu gehört für mich auch, den Papierkram zurückzudrängen. Jede Stunde, die für Nachweise und Formulare draufgeht, fehlt am Bett. Ich setze mich dafür ein, Dokumentationspflichten zu prüfen und alles zu streichen, was der Versorgung nichts bringt. Und wir müssen jungen Leuten aus Merseburg, Schkopau und Querfurt zeigen, dass Ausbildung und Aufstieg in der Pflege hier vor Ort möglich sind — nicht nur in den großen Städten.

Meine Forderungen konkret

  1. Standorte des Carl-von-Basedow-Klinikums langfristig absichernIch will, dass die Klinikstandorte im Saalekreis als gemeinsames Versorgungsnetz erhalten bleiben. Über den Zuschnitt der Versorgung darf nicht schleichend entschieden werden.
  2. Notfallversorgung rund um die Uhr erreichbar haltenRettungsdienst und Notaufnahmen müssen so aufgestellt sein, dass Hilfe auch nachts und am Wochenende schnell ankommt — gerade abseits der größeren Städte.
  3. Geburtshilfe wohnortnah erhaltenFamilien sollen ihr Kind in der Region bekommen können. Ich setze mich dafür ein, geburtshilfliche Angebote in der Fläche zu sichern.
  4. Pflegeberufe entlasten und wieder attraktiv machenVerlässliche Dienstpläne, weniger Bürokratie und eine Bezahlung, die zur Verantwortung passt. Nur so bleiben Pflegekräfte dauerhaft in ihrem Beruf.
  5. Vorhaltekosten kleiner Häuser fair finanzierenKrankenhäuser in der Fläche dürfen nicht daran scheitern, dass sie weniger Fälle abrechnen als große Zentren. Ich will eine Finanzierung, die Erreichbarkeit honoriert.

Häufige Fragen

Was fordert Daniel Wald zu den Krankenhäusern im Saalekreis?

Daniel Wald will die Standorte des Carl-von-Basedow-Klinikums als zusammenhängendes Versorgungsnetz erhalten und einen schleichenden Abbau verhindern. Er setzt sich dafür ein, dass Notfallversorgung und Geburtshilfe wohnortnah erreichbar bleiben und dass die Finanzierung kleinere Häuser in der Fläche nicht benachteiligt.

Warum setzt sich Daniel Wald für die Pflege ein?

Daniel Wald ist gelernter Kaufmann im Gesundheitswesen und Aufsichtsrat des Carl-von-Basedow-Klinikums. Aus dieser Nähe zum Thema heraus will er den Pflegeberuf entlasten: weniger Dokumentationsaufwand, verlässliche Dienstpläne und eine Bezahlung, die der Verantwortung entspricht. Außerdem will er Ausbildungsplätze in der Region halten.

Wie steht Daniel Wald zur Geburtshilfe in der Region?

Daniel Wald setzt sich dafür ein, dass Geburtshilfe wohnortnah möglich bleibt. Aus seiner Sicht ist eine Geburtsstation in erreichbarer Nähe ein wichtiger Grund für junge Familien, im Saalekreis zu bleiben. Weite Wege zur Entbindung hält er für ein Signal, das Menschen aus ländlichen Regionen abwandern lässt.

Wer einen Wechsel will, muss ihn mittragen.

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